Der heutige Tag sieht mit strahlender Sonne und weiß-blauem Himmel recht vielversprechend aus. Bald nach dem Frühstück sitzen wir auf der XT und rollen vom Hof.
Motorradtour nach Risør: Der Weg ist das Ziel
Geplant ist eine Tour ganz in den Südosten Norwegens – nach Risör. Aber nicht auf dem direkten Weg, sondern über möglichst kleine Straßen. Und weil der GPX60 sich hier mangels Detailkarten schwer tut, übernehme ich selber die Navigation. Auf die 41 finden ist nicht schwer, von hier aus muss ich nur drauf achten, in Öy rechts abzubiegen. Die Gegend ist malerisch schön, wir verlieren uns in deren Anblick und bis ich mich versehe, bin ich schon ein ganzen Stück zu weit gefahren. Dieses verflixte Öy hab ich irgendwie übersehen. Die Norweger nehmen es auch nicht immer so genau. Na gut, beim Motorradfahren ist der Weg das Ziel, man fährt in erster Linie um zu fahren und nicht um anzukommen, weshalb ich den ersten Plan über den Haufen werfe, ein Stück weit zurück fahre und dann über die 358 auf die 38 wechsle, die uns im großen Bogen nach Süden bringt. Ganze vier Stunden sind wir unterwegs, um das Zeil zu erreichen, für das eigentlich eineinhalb Stunden angedacht waren. Was soll’s, das Wetter ist herrlich und die Gegend sowieso. Allerdings steht die Sonne hier oben so tief, dass wir viel im Schatten fahren, obwohl die Bäume, die den Schatten werfen, höchstens 10-15m messen.
Risør: Die „weiße Stadt“ am Skagerrak
Endlich in Risör angekommen finden wir die Tourist-Information am Hafen. Dort stehen schon zwei weiß-blaue Boxer mit Hamburger Kennzeichen. Während wir uns der Schutzkleidung entledigen, kommen Vater und Sohn mit einem Eis in der Hand aus der Stadt, grüßen freundlich und setzen sich neben ihren Moppeds auf eine Bank. Wir holen uns ein wenig Info-Material und starten dann unsere Stadt-Erkundung. Anschließend besuche ich nochmals die freundliche Dame der Tourist-Information, wo man hier frischen Fisch kaufen kann und wie man zu den Gletschertöpfen kommt, die wir uns gerne ansehen möchten. Beides erklärt sie mir, worauf wir erst mal am Hafen entlang zum Fischmarkt laufen.
Kulinarischer Tipp: Der Fischmarkt am Hafen
Der besteht aus einer Halle, an deren Kopfende eine Art Café untergebracht ist, wo an Getränke bekommt und die angebotene Ware auch gleich konsumieren kann. Ein vielfältiges Angebot in der Auslage verlockt zum Kauf. Wir entscheiden uns für ein stattliches Filet. Zurück bei der XT wird die Beute verstaut, dann machen wir uns auf den Weg zu den Gletschertöpfen.
Die Gletschertöpfe von Sild: Ein eiszeitliches Wunder an der Küste
Dafür müssen wir die Landzunge, auf der Risör gebaut ist verlassen und die benachbarte Landzunge bis zu deren Spitze nach vorne fahren. Die letzten beiden Kilometer wird die Straße zum Schotterweg mit vielen Schlaglöchern. Die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 60km/h kann nur als Scherz gedacht sein, denn selbst mit dem Motorrad mag ich nicht schneller als 40 fahren.
Am Parkplatz angekommen bekommt die XT ein schattiges Plätzchen, wir machen uns auf den Weg über Stock und Stein bis zur Küste. Leuchtend blau liegt die Ostsee vor uns, strahlender Sonnenschein und eine kaum wahrnehmbare Brise machen den Strand zum Genuss.
Klettern im Granit: 5 Meter tiefe Naturwunder
Um die Gletschertöpfe zu erreichen, muss man ein wenig klettern. Dafür sind diese wirklich beeindruckend. Der größte hat eine Tiefe von 5m und einen Durchmesser von 6m. Entstanden sind diese, als die Gletscher der Eiszeit abflossen und härteres Gestein mitbrachten, dass sich hier in den Granit gefressen hat.
Die Gletschertöpfe entstanden während der letzten Eiszeit durch rotierendes Geröll im Schmelzwasser der Gletscher.
-
Dimensionen: Der größte Topf hat eine Tiefe von 5 m und einen Durchmesser von 6 m.
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Erlebnis: Die Küste bietet leuchtend blaue Ostsee, spritzende Gischt und eine beeindruckende Kletterpartie über den glatt geschliffenen Granit.
Lange klettern wir am Strand umher, genießen das Anlanden der Wellen und das Spritzen der Gischt. Dann müssen wir doch zurück, wir wollen auch noch Tvedestrand ansehen, eine kleine Stadt, in der das schmalste Haus von Norwegen zu sehen sein soll und in dem es unzählige Antiquariate gibt.
Outdoor-Glück & Kulinarik
Ernte am Wegrand: Auf dem Fußweg zu den Gletschertöpfen fanden wir vier große Steinpilze und einige Pfifferlinge.
Tvedestrand: Antiquariate und das schmalste Haus Norwegens
Der Weg führt uns erst mal die Landzunge zurück, dann auf direktem Weg über eine kleine, kurvige Straße nach Tvedestrand. Den Ortskern finde ich erst mal nicht, fahre um die Stadt herum und will von unten rein. Das, was am Navi möglich wäre, erweist sich mittlerweile als Sackgasse, so probiere ich es ein Stück weiter oben. Die Straße lässt mit ach und Krach ein Auto zu, geht steil bergan, dann wieder bergab und endet schließlich in einem Hof. Wir wenden, fahren zurück und finden dann doch noch einen Zugang. Unten am Hafen stellen wir die XT ab und lassen die Stadt zu Fuß auf uns wirken. Laut Reiseführer soll hier im Sommer so viel los sein, dass man nicht mehr über die Straße kommt. Heute ist die Stadt fast ausgestorben. 18:30, da haben die Läden zu und für das Middag, das die Norweger am Abend einnehmen, ist es noch zu früh. 11 Antiquariate zähle ich in diesem kleinen Ort, laut Reiseführer sollen es aber 25 sein.
Offroad-Abenteuer auf dem Heimweg
Wieder bei der 550er, frage ich das Navi um den kürzesten Weg nach Hause. Der führt schnurstracks aus dem Ort und dann auf eine Schotterstraße, auf der ich mit dem Motorrad einem Auto nicht begegnen könnte. Frische Reifenspuren bezeugen, dass der Weg auch von den Vierrädrigen Kollegen genutzt wird, der enge Weg führt kurvig mit viel Auf und Ab durch den Wald und ich bin mal wieder erstaunt, was das Navi alles weiß.
Als wir die nächste Hauptstraße erreichen, fahre ich erst mal zur Tankstelle, denn wenn das Navi weiterhin solche Wege kennt, könnte es eng werden, bis nach Hause. Die nächsten 25km fahren wir auf einer neu geteerten, eineinhalbspurigen Straße, die mit Kurven bis zum Abwinken aufwarten kann. Ein Genuss hier zu fahren, lediglich zwei Autos kommen mir entgegen.
Ab Treungen dann fahren wir die letzten Kilometer auf der Strecke, die wir schon morgens benutzt haben. Am Campingplatz angekommen, begrüßen uns unsere Nachbarn für heute Nacht, Eine Familie vom Bodensee, die mit dem geliehenen Wohnmobil auf Norwegen-Tour ist.
Das Anzünden des Ofens geht heute sehr einfach, eigentlich wäre es noch warm genug von gestern, so gut ist die Hytter isoliert.
Abendessen in der Hütte: In unserer ‚hyggeligen‘ Hytte bereiteten wir den frischen Fisch und die Pilze im Holzofen zu – der perfekte Abschluss für einen norwegischen Sommertag.
Die Gletschertöpfe von Sild: Ein eiszeitliches Wunder an der Küste
Um die Jettegrytene (Gletschertöpfe) von Sild zu erreichen, verlässt man die Landzunge von Risør und fährt bis zur Spitze der benachbarten Halbinsel. Die Anfahrt ist ein kleines Abenteuer für sich: Die letzten zwei Kilometer verwandeln sich in einen Schlagloch-übersäten Schotterweg.
Vom Parkplatz führt ein Fußweg über Stock und Stein direkt an die raue Küste. Hier liegt die Ostsee in leuchtendem Blau vor einem, während die Gischt an den Felsen hochspritzt.
Wie entstanden die riesigen Löcher im Granit?
Die Gletschertöpfe sind faszinierende Zeugen der letzten Eiszeit. Als die gewaltigen Gletscher abflossen, brachten sie härteres Gestein und Geröll mit sich. Durch die enorme Kraft des Schmelzwassers begannen diese Steine in Strudeln zu rotieren und fraßen sich über Jahrtausende tief in den harten Granit.
Der größte Kessel hier in Sild ist wirklich beeindruckend: Er hat eine Tiefe von 5 Metern und einen Durchmesser von 6 Metern. Für uns hieß das: Klettern ist angesagt! Es ist ein einmaliges Erlebnis, in diesen glatt geschliffenen Naturbecken direkt am Meer zu stehen.
Tvedestrand: Antiquariate und das schmalste Haus Norwegens
Unser nächster Stopp war Tvedestrand, eine charmante Kleinstadt, die für zwei Dinge berühmt ist: ihre unglaubliche Dichte an Buchläden und ihre verträumte Architektur.
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Das schmalste Haus Norwegens: Mitten im historischen Kern findet man dieses architektonische Kuriosum. Es wirkt fast so, als wäre es nachträglich in eine Lücke zwischen zwei Gebäude geschoben worden.
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Die Stadt der Bücher: Tvedestrand beherbergt zahlreiche Antiquariate. In den verwinkelten Gassen findet man heute noch rund ein Dutzend Läden (zu Spitzenzeiten waren es über 20), die zum Stöbern in alten Schätzen einladen.
- Tipp: Wenn du die Stadt in ihrer vollen Pracht erleben willst, solltest du vor 18:00 Uhr ankommen. Danach schließen die kleinen Läden und die Straßen werden fast schlagartig ruhig – perfekt für Fotos der Architektur, aber zu spät für die Buchsuche.
26 Aug. 2010
0 CommentsDonnerstag, 26.08.2010 Risør & die Gletschertöpfe von Sild: Ein Sommertag an der norwegischen Riviera
Der heutige Tag sieht mit strahlender Sonne und weiß-blauem Himmel recht vielversprechend aus. Bald nach dem Frühstück sitzen wir auf der XT und rollen vom Hof.
Inhalt
Motorradtour nach Risør: Der Weg ist das Ziel
Geplant ist eine Tour ganz in den Südosten Norwegens – nach Risör. Aber nicht auf dem direkten Weg, sondern über möglichst kleine Straßen. Und weil der GPX60 sich hier mangels Detailkarten schwer tut, übernehme ich selber die Navigation. Auf die 41 finden ist nicht schwer, von hier aus muss ich nur drauf achten, in Öy rechts abzubiegen. Die Gegend ist malerisch schön, wir verlieren uns in deren Anblick und bis ich mich versehe, bin ich schon ein ganzen Stück zu weit gefahren. Dieses verflixte Öy hab ich irgendwie übersehen. Die Norweger nehmen es auch nicht immer so genau. Na gut, beim Motorradfahren ist der Weg das Ziel, man fährt in erster Linie um zu fahren und nicht um anzukommen, weshalb ich den ersten Plan über den Haufen werfe, ein Stück weit zurück fahre und dann über die 358 auf die 38 wechsle, die uns im großen Bogen nach Süden bringt. Ganze vier Stunden sind wir unterwegs, um das Zeil zu erreichen, für das eigentlich eineinhalb Stunden angedacht waren. Was soll’s, das Wetter ist herrlich und die Gegend sowieso. Allerdings steht die Sonne hier oben so tief, dass wir viel im Schatten fahren, obwohl die Bäume, die den Schatten werfen, höchstens 10-15m messen.
Risør: Die „weiße Stadt“ am Skagerrak
Endlich in Risör angekommen finden wir die Tourist-Information am Hafen. Dort stehen schon zwei weiß-blaue Boxer mit Hamburger Kennzeichen. Während wir uns der Schutzkleidung entledigen, kommen Vater und Sohn mit einem Eis in der Hand aus der Stadt, grüßen freundlich und setzen sich neben ihren Moppeds auf eine Bank. Wir holen uns ein wenig Info-Material und starten dann unsere Stadt-Erkundung. Anschließend besuche ich nochmals die freundliche Dame der Tourist-Information, wo man hier frischen Fisch kaufen kann und wie man zu den Gletschertöpfen kommt, die wir uns gerne ansehen möchten. Beides erklärt sie mir, worauf wir erst mal am Hafen entlang zum Fischmarkt laufen.
Kulinarischer Tipp: Der Fischmarkt am Hafen
Der besteht aus einer Halle, an deren Kopfende eine Art Café untergebracht ist, wo an Getränke bekommt und die angebotene Ware auch gleich konsumieren kann. Ein vielfältiges Angebot in der Auslage verlockt zum Kauf. Wir entscheiden uns für ein stattliches Filet. Zurück bei der XT wird die Beute verstaut, dann machen wir uns auf den Weg zu den Gletschertöpfen.
Die Gletschertöpfe von Sild: Ein eiszeitliches Wunder an der Küste
Dafür müssen wir die Landzunge, auf der Risör gebaut ist verlassen und die benachbarte Landzunge bis zu deren Spitze nach vorne fahren. Die letzten beiden Kilometer wird die Straße zum Schotterweg mit vielen Schlaglöchern. Die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 60km/h kann nur als Scherz gedacht sein, denn selbst mit dem Motorrad mag ich nicht schneller als 40 fahren.
Am Parkplatz angekommen bekommt die XT ein schattiges Plätzchen, wir machen uns auf den Weg über Stock und Stein bis zur Küste. Leuchtend blau liegt die Ostsee vor uns, strahlender Sonnenschein und eine kaum wahrnehmbare Brise machen den Strand zum Genuss.
Klettern im Granit: 5 Meter tiefe Naturwunder
Um die Gletschertöpfe zu erreichen, muss man ein wenig klettern. Dafür sind diese wirklich beeindruckend. Der größte hat eine Tiefe von 5m und einen Durchmesser von 6m. Entstanden sind diese, als die Gletscher der Eiszeit abflossen und härteres Gestein mitbrachten, dass sich hier in den Granit gefressen hat.
Die Gletschertöpfe entstanden während der letzten Eiszeit durch rotierendes Geröll im Schmelzwasser der Gletscher.
Dimensionen: Der größte Topf hat eine Tiefe von 5 m und einen Durchmesser von 6 m.
Erlebnis: Die Küste bietet leuchtend blaue Ostsee, spritzende Gischt und eine beeindruckende Kletterpartie über den glatt geschliffenen Granit.
Lange klettern wir am Strand umher, genießen das Anlanden der Wellen und das Spritzen der Gischt. Dann müssen wir doch zurück, wir wollen auch noch Tvedestrand ansehen, eine kleine Stadt, in der das schmalste Haus von Norwegen zu sehen sein soll und in dem es unzählige Antiquariate gibt.
Outdoor-Glück & Kulinarik
Ernte am Wegrand: Auf dem Fußweg zu den Gletschertöpfen fanden wir vier große Steinpilze und einige Pfifferlinge.
Tvedestrand: Antiquariate und das schmalste Haus Norwegens
Der Weg führt uns erst mal die Landzunge zurück, dann auf direktem Weg über eine kleine, kurvige Straße nach Tvedestrand. Den Ortskern finde ich erst mal nicht, fahre um die Stadt herum und will von unten rein. Das, was am Navi möglich wäre, erweist sich mittlerweile als Sackgasse, so probiere ich es ein Stück weiter oben. Die Straße lässt mit ach und Krach ein Auto zu, geht steil bergan, dann wieder bergab und endet schließlich in einem Hof. Wir wenden, fahren zurück und finden dann doch noch einen Zugang. Unten am Hafen stellen wir die XT ab und lassen die Stadt zu Fuß auf uns wirken. Laut Reiseführer soll hier im Sommer so viel los sein, dass man nicht mehr über die Straße kommt. Heute ist die Stadt fast ausgestorben. 18:30, da haben die Läden zu und für das Middag, das die Norweger am Abend einnehmen, ist es noch zu früh. 11 Antiquariate zähle ich in diesem kleinen Ort, laut Reiseführer sollen es aber 25 sein.
Offroad-Abenteuer auf dem Heimweg
Wieder bei der 550er, frage ich das Navi um den kürzesten Weg nach Hause. Der führt schnurstracks aus dem Ort und dann auf eine Schotterstraße, auf der ich mit dem Motorrad einem Auto nicht begegnen könnte. Frische Reifenspuren bezeugen, dass der Weg auch von den Vierrädrigen Kollegen genutzt wird, der enge Weg führt kurvig mit viel Auf und Ab durch den Wald und ich bin mal wieder erstaunt, was das Navi alles weiß.
Als wir die nächste Hauptstraße erreichen, fahre ich erst mal zur Tankstelle, denn wenn das Navi weiterhin solche Wege kennt, könnte es eng werden, bis nach Hause. Die nächsten 25km fahren wir auf einer neu geteerten, eineinhalbspurigen Straße, die mit Kurven bis zum Abwinken aufwarten kann. Ein Genuss hier zu fahren, lediglich zwei Autos kommen mir entgegen.
Ab Treungen dann fahren wir die letzten Kilometer auf der Strecke, die wir schon morgens benutzt haben. Am Campingplatz angekommen, begrüßen uns unsere Nachbarn für heute Nacht, Eine Familie vom Bodensee, die mit dem geliehenen Wohnmobil auf Norwegen-Tour ist.
Das Anzünden des Ofens geht heute sehr einfach, eigentlich wäre es noch warm genug von gestern, so gut ist die Hytter isoliert.
Abendessen in der Hütte: In unserer ‚hyggeligen‘ Hytte bereiteten wir den frischen Fisch und die Pilze im Holzofen zu – der perfekte Abschluss für einen norwegischen Sommertag.
Die Gletschertöpfe von Sild: Ein eiszeitliches Wunder an der Küste
Um die Jettegrytene (Gletschertöpfe) von Sild zu erreichen, verlässt man die Landzunge von Risør und fährt bis zur Spitze der benachbarten Halbinsel. Die Anfahrt ist ein kleines Abenteuer für sich: Die letzten zwei Kilometer verwandeln sich in einen Schlagloch-übersäten Schotterweg.
Vom Parkplatz führt ein Fußweg über Stock und Stein direkt an die raue Küste. Hier liegt die Ostsee in leuchtendem Blau vor einem, während die Gischt an den Felsen hochspritzt.
Wie entstanden die riesigen Löcher im Granit?
Die Gletschertöpfe sind faszinierende Zeugen der letzten Eiszeit. Als die gewaltigen Gletscher abflossen, brachten sie härteres Gestein und Geröll mit sich. Durch die enorme Kraft des Schmelzwassers begannen diese Steine in Strudeln zu rotieren und fraßen sich über Jahrtausende tief in den harten Granit.
Der größte Kessel hier in Sild ist wirklich beeindruckend: Er hat eine Tiefe von 5 Metern und einen Durchmesser von 6 Metern. Für uns hieß das: Klettern ist angesagt! Es ist ein einmaliges Erlebnis, in diesen glatt geschliffenen Naturbecken direkt am Meer zu stehen.
Tvedestrand: Antiquariate und das schmalste Haus Norwegens
Unser nächster Stopp war Tvedestrand, eine charmante Kleinstadt, die für zwei Dinge berühmt ist: ihre unglaubliche Dichte an Buchläden und ihre verträumte Architektur.
Das schmalste Haus Norwegens: Mitten im historischen Kern findet man dieses architektonische Kuriosum. Es wirkt fast so, als wäre es nachträglich in eine Lücke zwischen zwei Gebäude geschoben worden.
Die Stadt der Bücher: Tvedestrand beherbergt zahlreiche Antiquariate. In den verwinkelten Gassen findet man heute noch rund ein Dutzend Läden (zu Spitzenzeiten waren es über 20), die zum Stöbern in alten Schätzen einladen.