Die DJI Osmo Pocket 3 ist für viele Fotografen und Videografen die erste Wahl, wenn es um flüssige B-Roll-Aufnahmen aus der Hand geht. Doch ihr wahres Potenzial zeigt die kleine Gimbal-Kamera, wenn man sie absetzt. Besonders auf Reisen durch weite Landschaften bieten sich dramatische Wolkenformationen für Zeitraffer an.
Ein einfacher Zeitraffer wirkt jedoch oft statisch. Die Lösung ist ein Motion-Timelapse (bewegter Zeitraffer). Durch den integrierten mechanischen Gimbal der Pocket 3 lässt sich ein programmierter Kameraschwenk über einen längeren Zeitraum realisieren. Um dabei am helllichten Tag weiche, fließende Wolken (Motion Blur) zu erzeugen, bedarf es allerdings eines kleinen Tricks aus der Langzeitbelichtung.
Die optimalen Einstellungen für den Motion Blur
- Zubehör: Ein starker ND-Filter (ND64 oder ND256) ist am Tag zwingend erforderlich, um eine Überbelichtung zu vermeiden.
- Modus: Pro-Modus aktivieren.
- Verschlusszeit (Shutter): 1/25 Sekunde oder langsamer (je nach Filter und Helligkeit).
- ISO: Fest auf 50 (den niedrigsten Wert) einstellen.
- Intervall: 2 bis 3 Sekunden (ideal für ziehende Wolken).
Schritt 1: Standortwahl und fester Stand
Für einen fehlerfreien Zeitraffer muss die Kamera absolut still stehen. Nutze den kleinen Stativadapter der Osmo Pocket 3 und montiere sie auf einem stabilen Reisestativ. Suche dir eine Komposition, die sowohl einen festen Vordergrund (z.B. Felsen, Bäume) als auch einen interessanten Himmel bietet. Der feste Vordergrund verstärkt später den visuellen Effekt der fließenden Wolken.
Schritt 2: ND-Filter aufsetzen und Belichtung anpassen
Um am Tag eine lange Verschlusszeit zu erreichen, musst du das einfallende Licht reduzieren. Setze den passenden ND-Filter auf das magnetische Objektiv der Pocket 3. Wechsle in den Pro-Modus und stelle den ISO-Wert auf 50. Passe nun die Verschlusszeit so an, dass das Bild korrekt belichtet ist (auf das Histogramm achten). Ziel ist eine Verschlusszeit von unter einer halben Sekunde, damit die Wolken später im Video eine weiche Wischspur hinterlassen.
Schritt 3: Wegpunkte für den Kameraschwenk setzen
Wechsle im Menü der Kamera in den Modus „Zeitraffer“ und wähle dort „Motionlapse“. Nun kannst du über den Touchscreen oder den Joystick die Wegpunkte definieren. Setze den Startpunkt (Wegpunkt 1) am Anfang deines gewünschten Schwenks und bestätige ihn. Schwenke den Gimbal dann zum Endpunkt (Wegpunkt 2) und setze diesen ebenfalls. Du kannst bis zu vier Wegpunkte für komplexe Bewegungen festlegen.
Schritt 4: Intervall und Dauer festlegen
Stelle nun das Intervall ein, also in welchem zeitlichen Abstand die Kamera ein Bild aufnimmt. Für Wolken sind 2 bis 3 Sekunden ideal. Lege danach die Gesamtdauer der Aufnahme fest (z.B. 10 oder 20 Minuten). Die Osmo Pocket 3 berechnet automatisch, wie lang das fertige Video sein wird.
Schritt 5: Aufnahme starten und warten
Drücke den Auslöser. Der Gimbal fährt nun automatisch an den Startpunkt und beginnt extrem langsam mit der Aufnahme und der Bewegung in Richtung des Endpunkts. Achte darauf, das Stativ in dieser Zeit nicht zu berühren und vor Windstößen zu schützen.
Nutzt du die Pocket 3 auch für Zeitraffer?
Die Kombination aus winzigem Packmaß und mechanischem Gimbal macht die Pocket 3 für mich zu einem echten Zeitraffer-Biest auf Reisen. Wie sind Deine Erfahrungen? Hast Du schon Motionlapses mit Graufiltern ausprobiert oder nutzt Du für solche Aufnahmen lieber Deine Systemkamera? Schreib es mir gerne in die Kommentare!
18 März 2026
Motion-Timelapse am Tag: Fließende Wolken mit der Osmo Pocket 3
Die DJI Osmo Pocket 3 ist für viele Fotografen und Videografen die erste Wahl, wenn es um flüssige B-Roll-Aufnahmen aus der Hand geht. Doch ihr wahres Potenzial zeigt die kleine Gimbal-Kamera, wenn man sie absetzt. Besonders auf Reisen durch weite Landschaften bieten sich dramatische Wolkenformationen für Zeitraffer an.
Ein einfacher Zeitraffer wirkt jedoch oft statisch. Die Lösung ist ein Motion-Timelapse (bewegter Zeitraffer). Durch den integrierten mechanischen Gimbal der Pocket 3 lässt sich ein programmierter Kameraschwenk über einen längeren Zeitraum realisieren. Um dabei am helllichten Tag weiche, fließende Wolken (Motion Blur) zu erzeugen, bedarf es allerdings eines kleinen Tricks aus der Langzeitbelichtung.
Inhalt
Die optimalen Einstellungen für den Motion Blur
Schritt 1: Standortwahl und fester Stand
Für einen fehlerfreien Zeitraffer muss die Kamera absolut still stehen. Nutze den kleinen Stativadapter der Osmo Pocket 3 und montiere sie auf einem stabilen Reisestativ. Suche dir eine Komposition, die sowohl einen festen Vordergrund (z.B. Felsen, Bäume) als auch einen interessanten Himmel bietet. Der feste Vordergrund verstärkt später den visuellen Effekt der fließenden Wolken.
Schritt 2: ND-Filter aufsetzen und Belichtung anpassen
Um am Tag eine lange Verschlusszeit zu erreichen, musst du das einfallende Licht reduzieren. Setze den passenden ND-Filter auf das magnetische Objektiv der Pocket 3. Wechsle in den Pro-Modus und stelle den ISO-Wert auf 50. Passe nun die Verschlusszeit so an, dass das Bild korrekt belichtet ist (auf das Histogramm achten). Ziel ist eine Verschlusszeit von unter einer halben Sekunde, damit die Wolken später im Video eine weiche Wischspur hinterlassen.
Schritt 3: Wegpunkte für den Kameraschwenk setzen
Wechsle im Menü der Kamera in den Modus „Zeitraffer“ und wähle dort „Motionlapse“. Nun kannst du über den Touchscreen oder den Joystick die Wegpunkte definieren. Setze den Startpunkt (Wegpunkt 1) am Anfang deines gewünschten Schwenks und bestätige ihn. Schwenke den Gimbal dann zum Endpunkt (Wegpunkt 2) und setze diesen ebenfalls. Du kannst bis zu vier Wegpunkte für komplexe Bewegungen festlegen.
Schritt 4: Intervall und Dauer festlegen
Stelle nun das Intervall ein, also in welchem zeitlichen Abstand die Kamera ein Bild aufnimmt. Für Wolken sind 2 bis 3 Sekunden ideal. Lege danach die Gesamtdauer der Aufnahme fest (z.B. 10 oder 20 Minuten). Die Osmo Pocket 3 berechnet automatisch, wie lang das fertige Video sein wird.
Schritt 5: Aufnahme starten und warten
Drücke den Auslöser. Der Gimbal fährt nun automatisch an den Startpunkt und beginnt extrem langsam mit der Aufnahme und der Bewegung in Richtung des Endpunkts. Achte darauf, das Stativ in dieser Zeit nicht zu berühren und vor Windstößen zu schützen.
Nutzt du die Pocket 3 auch für Zeitraffer?
Die Kombination aus winzigem Packmaß und mechanischem Gimbal macht die Pocket 3 für mich zu einem echten Zeitraffer-Biest auf Reisen. Wie sind Deine Erfahrungen? Hast Du schon Motionlapses mit Graufiltern ausprobiert oder nutzt Du für solche Aufnahmen lieber Deine Systemkamera? Schreib es mir gerne in die Kommentare!