Alte Obstsorten in Siebenbürgen

Auf den Dörfern in Siebenbürgen waren Früchte während der Winterzeit die einzigen Vitaminquelle. Damals war Obst lebenswichtig. Jede Art hatte eine andere Bestimmung – manche waren gut zum Essen, andere dienten für Marmelade, wieder andere wurden konfiert oder für die Herstellung von Schnaps oder Wein benutzt.

Hier möchte ich eine kleine Sammlung erstellen, welche alten Obstsorten früher in Siebenbürgen angebaut wurden, sowie deren Eigenschaften dokumentieren. 2013 hat der MET  die Suche nach traditionellen Obstsorten in den Kreisen Hermannstadt, Kronstadt, Mieresch und Harghita angefangen. Es wurden 57 Namen von Apfelsorten, 13 Namen von Birnensorten, Pflaumen, Kirschen, Marillen, Walnüssen, Pfirsichen, Sauerkirschen und Aprikosen identifiziert.

In Malmkrog, Kreis Hermannstadt, wurde auf einer Fläche von 5000 Quadratmetern eine Baumschule angelegt, um die traditionellen Sorten zu hegen. Auch der Verein „CIVITAS“ aus Odorhellen versucht seit einigen Jahren, die Obstsorten aus dem Szeklerland zu retten und hat sich den Projekten von MET angechlossen. „Was wenige Bauern wissen, ist, dass die traditionellen Obstsorten mit dieser Gegend kompatibel sind. Sie haben sich während der Jahre an das hiesige Klima angepasst und benötigen minimale Behandlungen. Der Geschmack ist natürlich viel besser. Und auch die Lebenserwartung ist höher“, meint Kadar Tibor.
„Falls jemand einen Obstgarten hat und mit uns zusammenarbeiten will, würden wir uns sehr freuen. Interessenten sollten ein Foto von ihrem Obstbaum machen und es uns senden. Es wäre gut, wenn sie auch den Namen der Obstsorte kennen würden. Sie werden einen veredelten Schößling erhalten, der an die klimatischen Bedingungen aus Siebenbürgen angepasst ist“, meint Kadar Tibor.

http://livadamalancrav.ro/DE/soiuri.html

Den Bestand in meinem Obstgarten will ich ebenfalls bestimmen und ggf. zu erneuernde Bäume mit alten Sorten ersetzen.

Äpfel

 Sorte  Beschreibung
 Aner Beos
 Batullenapfel Rarität; stammt aus Siebenbürgen, vor allem im Südburgenland verbreitet als „besserer Maschanzker“, da geschmacklich besser, mittelgroß, anfangs knackig, saftig, säuerlich-süß, etwas renettenartig gewürzt, breit anbaufähig, auch in Höhenlagen, sehr gut für warme, trockene Lagen, ab Mitte Oktober vom Baum weg essbar, lagerfähig bis Mai/Juni, zuverlässiger Träger, wurmstichige Früchte faulen am Lager nicht.
 Bismarck-Apfel
 Bloomendorf
 Bürgermeister
 Erdbeerapfel Die Früchte des ‚Erdbeerapfel‘ oder auch ‚Danziger Kantapfel‘ genannt, sind mittelgroß und rund. Sie sind durch die glänzende Fettschicht auf der anfangs grünlichgelben, später roten Schale sehr gut lagerfähig. Markant für diese Äpfel ist die scharfe Naht auf der einen Fruchthälfte.
Das Fruchfleisch schmeckt süßsauer mit einem angenehmen Rosenapfelaroma. Pflücken und genießen können Sie die Früchte Mitte Oktober, diese halten sich bis zum Januar.
Eine sehr anspruchslose alte Sorte, der Boden sollte nicht zu trocken sein. Er erbringt regelmäßige Erträge.
 Hasenschnauze-Apfel Der Hasenschnauze-Apfel, oder auch ‘Echter Prinzenapfel’ ist ein mittelgroßer bis großer, walzenförmiger, ziemlich gleichmäßig gebauter Apfel. Die Fruchtschale ist glatt, mattglänzend und gelblichgrün, bei Genussreife hellgelb. Die Sonnenseite der Frucht ist oft kräftig gerötet und gestreift. Der Geruch der Schale erinnert deutlich an Ananas.

Das „Fruchtfleisch“ ist gelblichweiß, relativ fein und saftig; es hat eine angenehme Säure bei ausreichend hohem Zuckergehalt. Der Prinzenapfel hat einen typischen fruchtigen Geschmack mit feiner Würze. Auf dem Lager neigt die Frucht zum Welken. Sie muss deshalb kühl und luftfeucht gelagert werden.
Er benötigt einen feuchten und nahrhaften Boden. Er verträgt raue Standorte und gedeiht auch in höheren Gebirgslagen bis zu 800 Metern. Da die Seitentriebe nur schlecht austreiben, müssen die Leittriebe mehrere Jahre hindurch regelmäßig zurückgeschnitten werden.

 König von Neapel
 Renetapfel von Kanada
 Robinenapfel

 

Birnen

 Sorte  Beschreibung
Batullenapfel Rarität; stammt aus Siebenbürgen, vor allem im Südburgenland verbreitet als „besserer Maschanzker“, da geschmacklich besser, mittelgroß, anfangs knackig, saftig, säuerlich-süß, etwas renettenartig gewürzt, breit anbaufähig, auch in Höhenlagen, sehr gut für warme, trockene Lagen, ab Mitte Oktober vom Baum weg essbar, lagerfähig bis Mai/Juni, zuverlässiger Träger, wurmstichige Früchte faulen am Lager nicht
Bezeichnung Section
Typgenehmigung erteilt 27.01.1995

 

Zwetschgen

 Sorte  Beschreibung
Batullenapfel Rarität; stammt aus Siebenbürgen, vor allem im Südburgenland verbreitet als „besserer Maschanzker“, da geschmacklich besser, mittelgroß, anfangs knackig, saftig, säuerlich-süß, etwas renettenartig gewürzt, breit anbaufähig, auch in Höhenlagen, sehr gut für warme, trockene Lagen, ab Mitte Oktober vom Baum weg essbar, lagerfähig bis Mai/Juni, zuverlässiger Träger, wurmstichige Früchte faulen am Lager nicht
Bezeichnung Section
Typgenehmigung erteilt 27.01.1995

 

https://www.siebenbuerger.de/pdf/Pruden-Teil-2-S145-S301.pdf

 


Hier bekommt man alte Obstsorten

Bruentjen Baumschulen (26188 Edewecht/Portsloge)