{"id":3354,"date":"2010-08-19T13:22:34","date_gmt":"2010-08-19T11:22:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.xtramp.de\/wp\/?p=3354"},"modified":"2013-08-07T13:27:13","modified_gmt":"2013-08-07T11:27:13","slug":"donnerstag-19-08-2010-tveiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/xtramp.de\/wp\/donnerstag-19-08-2010-tveiten\/","title":{"rendered":"Donnerstag, 19.08.2010  Tveiten"},"content":{"rendered":"<p>Heute will sich die Sonne auch nicht zeigen, ab und an f\u00e4ngt es an, ein wenig zu nieseln. Gut, dass wir die Tour von gestern nicht auf heute verschoben haben, sonst h\u00e4tten wir einen Tag l\u00e4nger hier verbracht und nichts dabei gewonnen.<\/p>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck dann die \u00fcbliche Arbeitsaufteilung: Elisabeth packt die Sachen zusammen, w\u00e4hrend ich den Fiesta vorbereite und die XT auf den H\u00e4nger zurre.<\/p>\n<p>Um 10 Uhr machen wir uns auf den Weg, nicht ohne uns bei der freundlichen alten Dame, der der Campingplatz geh\u00f6rt, zu bedanken. Ich war noch nie auf so einem sauberen Campingplatz wie hier, bis sp\u00e4t in die Nacht hat sie regelm\u00e4\u00dfig die sanit\u00e4ren Bereiche geputzt. Diesen Campingplatz kann ich uneingeschr\u00e4nkt weiterempfehlen, mit 300 NOK\/Tag f\u00fcr die Hytter liegt er auch im unteren Preissegment. Die Dame freut sich sehr \u00fcber das Lob und fragt, ob ich wieder komme. Versprochen, sollte ich wieder in diese Gegend kommen, dann werde ich sicherlich wieder dort zu Gast sein.<\/p>\n<p>Zum Abschied \u00fcberreicht sie mir noch einen Campingplatzf\u00fchrer f\u00fcr Norwegen, der uns sehr n\u00fctzlich sein wird.<\/p>\n<p>Los geht es den Berg hinab nach Sauland. Unterwegs halten wir immer mal wieder an, weil Elisabeth meint, es m\u00fcsse eine Wasserfall geben. Der Fluss, der aus dem See neben dem Campingplatz gespeist wird, ist irgendwann in einer Schlucht von der Stra\u00dfe aus zu sehen. Anhand des Navis denke ich, dass die Schlucht einfach gleichm\u00e4\u00dfig abf\u00e4llt, w\u00e4hrend die Stra\u00dfe ann\u00e4hernd auf gleichem Niveau bleibt und erst ganz zum Schluss hangabw\u00e4rts f\u00fchrt.<\/p>\n<p>In Sauland f\u00fcllen wir unsere Lebensmittelvorr\u00e4te im Supermarkt und die Tanks nebenan an der Tankstelle auf, dann halten wir uns auf der E134 in s\u00fcdwestlicher Richtung. Die Strecke haben wir vorgestern mit der XT schon einmal gefahren, w\u00e4hrend wir da bei Flatdal nach Rauland abgebogen sind, geht es diesmal in die andere Richtung nach Seljord. Dann f\u00fchrt uns der Weg nach Morgedal, wo wir die Stra\u00dfe verlassen und direkt durch den Ort fahren. In Morgedal liegt die Wiege des Alpinen Skisports. Kein Wunder, dass 1994 die Olympische Fackel f\u00fcr die Winterspiele 1994 in Lillehammer hier in Morgedal entz\u00fcndet wurde. Eine Feuerschale mit brennender Flamme gibt es da noch immer, nebenan steht ein gro\u00dfes Skierlebnismuseum, wo die 4000j\u00e4hrige Geschichte des Skilaufs dokumentiert ist.<\/p>\n<p>Die weitere Strecke nach Dalen sind wir in umgekehrter Richtung schon mit der XT gefahren, mit Auto und H\u00e4nger stellen wir fest, dass die norwegischen Stra\u00dfen doch eher das Gebiert der Enduro sind. Immer wieder gibt es Bodenwellen oder Schlagl\u00f6cher, Risse oder geflickte L\u00f6cher, die unserem Gespann teilweise arg zu schaffen machen. So wie wir \u00fcber etliche Serpentinen die steile Abfahrt nach Dalen absolviert haben, ebenso f\u00fchrt die 45 auf der anderen Seite wieder hinauf und gibt dabei einen traumhaften Blick \u00fcber den Bandak-See und die Gebirgsz\u00fcge au\u00dfenrum frei.<\/p>\n<p>Auf der folgenden Hochebene s\u00e4umen Seen den Verlauf der Stra\u00dfe, von rechts kommt der Borsae-Fossen in zwei L\u00e4ufen den Berg herunter, die sich unten vereinen und sich dann \u00fcber viele Kaskaden in den Fluss ergie\u00dfen.<\/p>\n<p>Die Abfahrt nach Valle unterbrechen wir noch einmal an einem Wasserfall, der unter der Stra\u00dfe durchf\u00fchrt und im unteren Teil wie eine Wasserrutsche wirkt. Als wir die 9 erreichen, biegen wir rechts ab, um nach ein paar hundert Metern links zum Flateland-Campingplatz abzubiegen. Diesen haben wir schon bei unserer Planung zu Hause entdeckt. Idyllisch in einem Flusstal gelegen, bietet er einige Hytter und einen Stabbur, ein nach altem Baustil hergestelltes Holzhaus. An der Rezeption finden wir niemanden, es h\u00e4ngen aber Schl\u00fcssel da, so dass man die Hytter besichtigen und sich ggf. einnisten kann, eingecheckt wird dann abends, wenn die Rezeption besetzt ist. Die H\u00fctten sind sauber, aber schon recht alt und bieten nur Einzel-Stockbetten. Wir beraten, erst nochmal weiter unten zu schauen, zur Not k\u00f6nnen wir noch immer hierher zur\u00fcck kehren.<\/p>\n<p>Am zweiten Campingplatz &#8218;Valle Motel&amp;Camping&#8216; sind die H\u00fctten schon sehr verschlissen, so fahren wir \u00fcber die Stra\u00dfe zu &#8218;Steinsland-Camping&#8216;. Unser Reisef\u00fchrer beschreibt die Anlage mit &#8218;Netter Platz unter dem Berghang&#8216; sehr diplomatisch. Der Berghang ist sehr eindrucksvoll, die Hytter eher abschreckend. Am unteren Ortsausgang von Steinsland bewundern wir einen Wasserfall, schr\u00e4g gegen\u00fcber befindet sich die Auffahrt zu Tveiten Camping. Auch hier ist die Rezeption nicht besetzt, wir nehmen und zwei Schl\u00fcssel und begutachten zwei unterschiedlich gro\u00dfe Hytter. Obwohl uns diese zusagen, entscheiden wir uns, noch ein St\u00fcck weiter s\u00fcdlich nach Rysstad zu fahren. Dem Hotel am Ort ist ein Platz mit ein paar Hytter und ein Hyttergrend angegliedert. Die freundliche Dame am Empfang erkl\u00e4rt mir die Vorteile der einzelnen Objekte und nennt deren Preise, die weit \u00fcber unserem eingeplanten Budget liegen. Bereitwillig gibt sie mir auch drei Schl\u00fcssel zu den unterschiedlichen Kategorien, wir sehen uns die einfachste an und sind uns schnell einig, dass wir zur\u00fcckfahren nach Tveiten. Eine Unversch\u00e4mtheit, f\u00fcr eine sehr abgewohnte Hytter ohne alles will man hier 600 NOK\/Tag.<\/p>\n<p>Am Ortsausgang holt Elisabeth noch eine Rolle Tesafilm, um unsere mittlerweile arg l\u00e4dierte Karte zu sanieren, dann fahren wir reum\u00fctig zur\u00fcck nach Tveiten Camping und nisten uns in der gr\u00f6\u00dferen der beiden Hytter ein. Nach 18 Uhr checke ich ein und handle mit der Dame an der Rezeption aus, dass der erste Tag wie ausgeschrieben 350 NOK kostet, dass wir f\u00fcr jeden weiteren Tag aber nur 300 NOK zu zahlen brauchen.<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit hat Elisabeth mit dem Kochen begonnen, ich hole den Benzinkocher raus und unterst\u00fctze sie von der Veranda aus dabei. Eine Kochplatte ist einfach zu wenig und der Benzinkocher ist bei weitem schneller. Nach dem Kleben der Karten und dem Geschirrsp\u00fclen, das diesmal ich \u00fcbernehme, \u00fcberrascht sie mich noch mit einem leckeren Nachtisch. Aus dem Fenster eine wunderbare Aussicht auf eine kleine Alm und die schroffen Felsen der Bergkette dahinter \u2013 so l\u00e4sst es sich leben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute will sich die Sonne auch nicht zeigen, ab und an f\u00e4ngt es an, ein wenig zu nieseln. Gut, dass wir die Tour von gestern nicht auf heute verschoben haben, sonst h\u00e4tten wir einen Tag l\u00e4nger hier verbracht und nichts dabei gewonnen. 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