{"id":31699,"date":"2009-09-05T23:06:58","date_gmt":"2009-09-05T21:06:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.xtramp.de\/wp\/?p=31699"},"modified":"2015-02-10T15:11:33","modified_gmt":"2015-02-10T13:11:33","slug":"samstag-05-09-2009-flensburg-hirtshals","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/xtramp.de\/wp\/samstag-05-09-2009-flensburg-hirtshals\/","title":{"rendered":"Samstag, 05.09.2009 Flensburg &#8211; Hirtshals"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Von kurz vor 05:00 Uhr bis halb acht ist die Zeit f\u00fcr einen Sch\u00f6nheitsschlaf eher knapp bemessen. Die geschundenen Knochen fungieren als Wecker, so sind wir schon fr\u00fch unterwegs. Wir finden einen kleinen Laden, wo wir uns mit Crossiants und Tee f\u00fcr kleines Geld st\u00e4rken, bevor wir neben der n\u00e4chtlich angefahrenen Tankstelle nochmal stehenbleiben um &#8211; na ja &#8211; um den \u00fcppigen Proviant f\u00fcr unseren Studenten um \u00c4pfel, Birnen, Gem\u00fcse und zwei riesige Fleischst\u00fccke zu erg\u00e4nzen.<br \/>\nF\u00fcr uns finde ich auch je eine Riesenflasche Autan &#8211; hatten wir bei den Reisevorbereitung vergessen. Langsam wird es eng im Fiesta. Ich bestehe auf einen schmalen Sichttunnel, um ab und an mal einen Blick in den R\u00fcckspiegel werfen zu k\u00f6nnen, ob die XT noch dabei ist.<br \/>\nWenige Kilometer sp\u00e4ter passieren wir die Grenze nach <em>D\u00e4nemark<\/em>. Hier f\u00e4llt uns auf, dass wir zwar wahrgenommen haben, dass wir dieses Land durchfahren werden, uns aber nicht \u00fcber <em>D\u00e4nemark<\/em> informiert haben.<br \/>\nSo wissen wir zum Beispiel nicht, wie schnell man hier mit dem H\u00e4nger fahren darf. Den Umrechnungskurs kennen wir auch nicht, weshalb wir kein Gef\u00fchl zum Beispiel f\u00fcr den Benzinpreis haben.<br \/>\nDer fehlende Schlaf fordert seinen Tribut, weshalb heute h\u00e4ufigere Fahrerwechsel stattfinden. Elisabeth meint, wir sind fr\u00fch genug dran, dass wir noch einen Zwischenstop einplanen k\u00f6nnen &#8211; eine gute Idee. So beschlie\u00dfen wir, <em>Ahus<\/em> anzusehen, fahren die S\u00fcdausfahrt ab und orientieren uns Richtung Hafen.<br \/>\nAm Hafenbecken des Industriehafens geht es nur links oder rechts. Elisabeth entscheidet sich spontan f\u00fcr links. Wenig sp\u00e4ter finden wir einen Parkplatz, von dem aus die Altstadt schon zu sehen ist. Beim Aussteigen stellen wir fest, dass vor uns gerade eine Art Fest steigt. Wir interpredieren es als Hafenfest, erfahren jedoch sp\u00e4ter, dass die gesamte Stadt <em>Ahus<\/em> seit einer Woche feiert.<br \/>\nAm Hafen sind viele Fahrzeuge pr\u00e4sentiert, Tafeln beschreiben Funktion und technische Daten. Als wir auf ein Containerschiff zuschlendern, werden wir gefragt, ob wir es uns ansehen m\u00f6chten. Klar wollen wir, wann hat man schon mal Gelegenheit dazu. Die n\u00e4chste Dreiviertel-Stunde bekommen wir beide eine Privatf\u00fchrung in Deutsch und einen \u00fcberw\u00e4ltigenden Eindruck von der Gr\u00f6\u00dfe des Schiffes, auch wenn es sich nur um einen &#8218;<em>Feeder<\/em>&#8218; handelt, der die richtig gro\u00dfen Containerschiffe bedient.<br \/>\nUnz\u00e4hlige andere Angebote, z.B. den Besuch der Schokoladenfabrik, nehmen wir gar nicht wahr, einfach zu viel f\u00fcr die kurze Zeit. Einer ebenso kostenlosen Hafenrundfahrt auf einem alten Zweimastschoner k\u00f6nnen wir uns jedoch nicht verkneifen. Hat Spa\u00df gemacht &#8211; trotz des mittlerweile einsetzendem leichten Nieselregen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kirche wollen wir uns auch ansehen. Als wir dort sind, finden wir ein Schild, dass diese momentan f\u00fcr Besichtigungen gesperrt ist. Die F\u00fc\u00dfe sind schon m\u00fcde, nebenan steht eine kleine Bahn, die eine Sightseeing-Tour anbietet. Ohne lange zu \u00fcberlegen steigen wir ein. Diese ist jedoch nicht kostenlos, d\u00e4nisches Geld haben wir nicht. Der Kassier \u00fcberlegt kurz, nimmt uns 10 Euro ab und gibt uns 20 Kronen zur\u00fcck. Als die Fahrt nach nichtmal 10 Minuten vorbei ist, f\u00fchlen wir uns ein wenig abgezockt.<br \/>\nDie 20 Kronen investieren wir in ein St\u00fcck Pizza, bevor wir uns auf den R\u00fcckweg zum Auto machen. Am Hafen wird mittlerweile schon abgebaut. Uns ist kalt, weshalb ich den Benzinkocher aus dem Seitenkoffer hole und uns auf dem Kotfl\u00fcgel vom H\u00e4nger eine hei\u00dfe Suppe zaubere.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So gest\u00e4rkt treten wir die Weiterreise an. Die letzten Kilometer sind bald geschafft. <em>Hirtshals<\/em> erreichen wir bei strahlendem Sonnenschein. Erstmal zum Anleger der F\u00e4hre. ein breiter Sandstrand verlockt uns dort zu einem Spaziergang. Es ist windig und riecht nach Ferne. Ein erstes, tiefes Urlaubsgef\u00fchl stellt sich ein. Die F\u00e4hre geht erst morgen um 12:30 Uhr, wir m\u00fcssen also hier \u00fcbernachten. Auch wenn die Gegend zum wild campen wie geschaffen ist, Elisabeth besteht auf eine Dusche und auch ich f\u00fchle mich unwohl in meiner Haut.<br \/>\nWir fahren durch <em>Hirtshals<\/em> und finden den Campingplatz. Hier wollen wir um eine Hytte anfragen. Doch die Rezeption ist nicht mehr besetzt. ein sehr netter \u00e4lterer Herr zeigt uns die Hytte, in der die Zeltplatzbetreiber leben. Doch ein Schild &#8218;Privat&#8216; h\u00e4lt mich dann doch ab, zu klopfen.<br \/>\nEinige hundert Meter weiter sehen wir eine Jugendherberge und wollen es erstmal dort versuchen. Dabei begegnen wir dem \u00e4lteren Herrn wieder. Er fragt uns, ob wir keinen Erfolg hatten, worauf wir ihm unsere Absicht mit der Jugendherberge erkl\u00e4ren. Er empfiehlt uns eine Zimmerwirtin, die g\u00fcnstiger ist als das &#8218;<em>Wandererheim&#8216;<\/em>. Nat\u00fcrlich fahren wir dahin und l\u00e4uten. Eine sehr nette Frau \u00f6ffnet und zeigt uns ihre drei G\u00e4stezimmer. Der Preis von 20 Euro pro Person erscheint uns g\u00fcnstig, die Zimmer sind sch\u00f6n und sauber &#8211; wir entscheiden uns f\u00fcr das gr\u00f6\u00dfte mit Balkon und Blick auf die Ostsee.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach der l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4lligen Dusche genie\u00dfen wir einen traumhaften Sonnenuntergang am Strand. Kurze Zeit sp\u00e4ter fallen wir todm\u00fcde in die Betten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0[mappress mapid=&#8220;15&#8243;]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von kurz vor 05:00 Uhr bis halb acht ist die Zeit f\u00fcr einen Sch\u00f6nheitsschlaf eher knapp bemessen. Die geschundenen Knochen fungieren als Wecker, so sind wir schon fr\u00fch unterwegs. 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