{"id":31640,"date":"2012-09-18T23:24:13","date_gmt":"2012-09-18T21:24:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.xtramp.de\/wp\/?p=31640"},"modified":"2014-08-11T16:39:19","modified_gmt":"2014-08-11T14:39:19","slug":"dienstag-18-09-2012-brasov-transfagarasan-sibiu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/xtramp.de\/wp\/dienstag-18-09-2012-brasov-transfagarasan-sibiu\/","title":{"rendered":"Dienstag, 18.09.2012 Brasov &#8211; Transf\u0103g\u0103r\u0103\u0219an &#8211; Sibiu"},"content":{"rendered":"<p style=\"margin-bottom: 0cm; text-align: justify;\">Beim Fr\u00fchst\u00fcck stelle ich meinen Routenplan f\u00fcr heute vor \u2013 und auch die Alternativen dazu. Wir diskutieren auch dar\u00fcber, wie wir den Rest unserer Zeit verbringen wollen, bzw. welchen Weg wir f\u00fcr die R\u00fcckfahrt nehmen sollten. Mein Vorschlag, nicht den direkten Weg nach Sibiu zu nehmen, sondern die fast doppelt so lange Strecke \u00fcber den Transfagarasan, der h\u00f6chsten Zusammenh\u00e4ngenden Pass-Stra\u00dfe und dem zweith\u00f6chsten befahrbaren Pass in den rum\u00e4nischen Karpaten \u00fcberhaupt, findet volle Zustimmung. Auch das Zimmerwirt-Ehepaar ermutigt uns, diesen Weg zu nehmen. Vor dem Auschecken telefoniere ich mit der Versicherung und schicke eine Mail mit den Daten und einem Bild des Schadens. So kommen wir diesmal erst gegen 10 Uhr los. Macht aber nichts, die heutige Strecke ist mit 300km locker schaffbar, auch wenn wir \u00fcber den Pass nur langsam vorw\u00e4rts kommen und viele Fotostopps einplanen. Der Abschied f\u00e4llt herzlich aus, ich betone in Rum\u00e4nisch nochmal, dass es uns hier sehr gut gefallen hat und habe den Eindruck, dass das den Beiden sehr gef\u00e4llt. Der Weg f\u00fchrt uns noch einmal durch Rasnov und Bran, bevor er sich \u00fcber einen kleinen Pass ins n\u00e4chste Tal schl\u00e4ngelt. Die Landschaft ist atemberaubend, wir genie\u00dfen es, in die Hochkarpaten einzusteigen. Der Horizont wird immer enger, bis wir rundherum von Bergen eingekreist sind. Kurz nach Campulung verlassen wir die 73 und halten uns auf der 73c westw\u00e4rts. Die gelbe Stra\u00dfe ist teilweise schon ein wenig mitgenommen, aber wir kommen mit dem Mondeo gut voran. Einen kleinen Schlenker nach Cuerta de Arges machen wir auch nich, denn hier gibt es eine tolle Orthodoxe Kirche zu bestaunen. Der Reisef\u00fchrer hat nicht zu viel versprochen, wir bestaunen das Gotteshaus von au\u00dfen, dann auch noch die \u00fcppigen Malereien im Inneren. F\u00fcr 10 Lei bekommt man eine &#8218;Fotorafiererlaubnis f\u00fcr private Zwecke&#8216;. Will man kommerziell knipsen, kostet es 1.000 Lei. Trotz der EOS1D und dem Langen L-Objektiv vorne drauf gehe ich als Amateur durch. W\u00e4hrend ich mir die sch\u00f6nsten Winkel nochmal durch den Sucher ansehe, winkt der Priester Elisabeth heran und streicht ihr mit einer Art Stimmgabel einen Segen auf die Stirn.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; text-align: justify;\">Wir gehen nochmals zum Kloster nebenan und umrunden die Kirche ein weiteres Mal, bevor wir unseren Weg fortsetzen. Bei einem Magazin mixt halten wir an und besorgen und Fleisch, Wurst, K\u00e4se, Paprika, Oliven und Getr\u00e4nke f\u00fcr eine Brotzeit zwischendurch.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; text-align: justify;\">Kurz nach Arefu steigt die Stra\u00dfe an, wir erklimmen diese bis zum Stausee <a title=\"Lacul Vidraru\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vidraru\" target=\"_blank\">Lacul Vidraru<\/a>, wo wir eine Fotopause einlegen. Weiter geht es dann kilometerweit am Stausee entlang, einige Schafherden kommen uns entgegen und ich \u00fcberlege mir, dass diese eigentlich schon seit Anfang September ins Tal abgestiegen sein sollten. Immer wieder halten wir an, die Landschaft ist einfach grandios und ver\u00e4ndert sich mit jedem H\u00f6henmeter. Auch am Wasserfall legen wir einen Zwischenstopp f\u00fcr die Kamera ein, nutzen die Gelegenheit aber auch, um einen K\u00e4se und einen Tuica als Mitbringsel f\u00fcr zu Hause von einem Bauern einzukaufen. Weiter geht es \u00fcber Haarnadelkurven, die Stra\u00dfe windet sich den Berg hinauf, bis sie kurz vor dem Kamm durch einen Tunnel auf die andere Seite gef\u00fchrt wird. Dort gibt es viele der \u00fcblichen Souvenirl\u00e4den, wir parken etwas weiter unten. W\u00e4hrend ich die Pass-Stra\u00dfe fotografiere, die uns den Berg wieder hinunter f\u00fchrt, macht sich Helga auf die Suche nach dem Balea-See, der hier nahe der Passh\u00f6he liegen soll. Sie findet ihn auch. Als sie zur\u00fcck kommt ist jeder scharf auf die Abfahrt. So lassen wir anderen den See f\u00fcr den n\u00e4chsten Besuch unentdeckt und machen uns an die Abfahrt. War die Auffahrt schon atemberaubend, die Abfahrt toppt das Ganze noch bei weitem. Ich bin in meinem Leben schon viele P\u00e4sse in vielen L\u00e4ndern gefahren. Dieser hier ist bisher mein absolutes Highlight. \u00dcber 50km windet sich die Stra\u00dfe in abenteuerlichen Kehren den Berg hinab. Unten machen wir nich ein letztes Foto zum &#8218;Abschied&#8216; bevor wir kurze Zeit sp\u00e4ter auf die 1 abbiegen. Rechts von uns sinkt die Sonne \u00fcber den Horizont, die Spitzen des H\u00f6henzuges, den wir gerade \u00fcberwunden haben, sind mittlerweile mit einer Wolkendecke in Form einer Bettdecke eingeh\u00fcllt \u2013 es ist so sch\u00f6n, dass es fast schon kitschig ist.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; text-align: justify;\">Im letzten Tageslicht rollen wir in Sibiu ein und finden unsere Herberge f\u00fcr die n\u00e4chsten beiden N\u00e4chte. Nach dem Einchecken gehen wir los ins nahe gelegene Zentrum, finden dort eine Pizzeria und bekommen ein leckeres Abendessen. Wir fragen nach einem Pflaumenschnaps f\u00fcr 3 Leute und ob wir den auch in f\u00fcr uns vertr\u00e4glichen Gebindegr\u00f6\u00dfen bekommen k\u00f6nnen \u2013 \u00fcblich sind hier ja 50, 100 oder 200 Gramm. Der Ober meint, er muss das checken, was uns erstmal stutzig macht und winkt dann aus der K\u00fcche mit einer 3l Wasserflasche, in der sich nur noch ein kl\u00e4glicher Rest befindet. Kurze Zeit sp\u00e4ter bringt er uns den im Glas mit der Bemerkung &#8218;Geschenk des Hauses&#8216;. Als Elisabeth einen Schluck nimmt und sich danach sch\u00fcttelt, mein er: Schnaps und Bier ist halt was f\u00fcr M\u00e4nner, die Frauen sollten lieber bei Saft und Wasser bleiben. Die drei teilen sich den edlen Stoff Br\u00fcder- und Schwesterlich, was ihn wiederum bewegt, seine Meinung zu \u00e4ndern.<br \/>\n&#8218;<em>Nota de plata, va rog&#8216;<\/em> \u2013 diesmal ist Elisabeth daran, die Rechnung zu bestellen. Der Ober gibt ihr zu verstehen, dass er verstanden hat, was sie will und wir raten, wie hoch der Gesamtbetrag diesmal sein wird. Ich bin am n\u00e4chsten daran und habe deshalb die Ehre, die Rechnung (mit dem Geimeinschaftsgeldbeutel) zu begleichen. `<em>O suta patruzeci<\/em>` sage ich und halte ihm die Mappe mit zwei Hundertern hin. So viel Wechselgeld hat er nicht dabei, auch im Lokal braucht es etwas, bis er mit den 60 Lei Restgeld zur\u00fcckkommt. 31 Euro f\u00fcr 4 Essen, Bier, Cola, Wasser, und Cocktail, inklusive Trinkgeld.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; text-align: justify;\">Wir fragen, ob der vom Gro\u00dfvater selber gebrannte auch k\u00e4uflich zu erwerben ist, setzen eine Summe fest und verabreden uns f\u00fcr morgen Abend, wo wir 2 Liter des Pflaumendestillates abholen wollen.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; text-align: justify;\"><em>&#8218;Noapte bun<\/em>a&#8216; (Gute Nacht), so verabschieden wir uns, als wir in der Pension angekommen sind und ziehen uns in unsere Kemenate zur\u00fcck.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Fr\u00fchst\u00fcck stelle ich meinen Routenplan f\u00fcr heute vor \u2013 und auch die Alternativen dazu. 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